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Veralgte Fassade reinigen – schonend und ohne Hochdruck

Letzte Woche stand ich vor einem Einfamilienhaus, Baujahr ’92, Nordseite komplett grün. Der Eigentümer meinte, er hätte es schon zweimal mit dem Kärcher probiert – das Ergebnis hielt jeweils kaum ein halbes Jahr. Kein Wunder: Der Hochdruck hatte den Putz aufgeraut und feine Risse hinterlassen, in denen sich die Feuchtigkeit erst recht festsetzte. Genau deshalb gehen wir den Weg anders.

Fassade nach der ReinigungFassade vor der ReinigungVORHERNACHHER

Die Nordseite – ein Dauerproblem mit System

Dass sich Algen bevorzugt an der Nordfassade breitmachen, hat handfeste Gründe. Morgentau, Regen und die spärliche Sonneneinstrahlung sorgen dafür, dass die Wand fast nie richtig durchtrocknet. Was viele nicht auf dem Schirm haben: Selbst feinste Staub- und Pollenpartikel, die der Wind heranträgt, liefern den Algen genau die Nährstoffe, die sie brauchen.

Besonders tückisch wird es bei Wärmedämmverbundsystemen. Die Dämmschicht kühlt nachts stärker aus als massives Mauerwerk, Tauwasser setzt sich ab – und schon haben Sie einen perfekten Nährboden. Auch schattenspendende Bäume, eine schlecht belüftete Kellersituation oder angrenzende Gehölze können die Sache beschleunigen.

Wichtig: Algen allein zerstören den Putz nicht sofort. Aber sie halten die Oberfläche konstant feucht, und das mögen weder Mineralputz noch Kunstharzoberflächen auf Dauer. Irgendwann kommen Moose und Flechten dazu, und dann wird’s strukturell kritisch.

Warum Hochdruck mehr kaputt macht als er nützt

Ich verstehe den Impuls: Man sieht den grünen Belag und will ihn einfach wegspülen. Der Hochdruckreiniger scheint dafür das passende Werkzeug. Ist er aber nicht – jedenfalls nicht für verputzte Flächen und schon gar nicht für WDVS.

Der Strahl schlägt mit solcher Wucht auf, dass er die oberste Mörtelschicht regelrecht abfräst. Mikrorisse entstehen, der Putz wird porös. Bei gedämmten Fassaden kann Wasser hinter die Dämmplatten gedrückt werden, wo es dann fröhlich vor sich hin fault. Das Ergebnis: Die Algen sind zwar erstmal weg, aber die Wand ist nachhaltig geschädigt – und der nächste Bewuchs kommt schneller und heftiger zurück.

Unser Ansatz verzichtet komplett auf Hochdruck. Wir arbeiten mit einem Verfahren, das den Bewuchs anlöst und dann materialschonend abspült. Kein Aufrauen, kein Eindringen von Wasser in die Bausubstanz, keine versteckten Folgeschäden.

Wie wir vorgehen – Schritt für Schritt

Jede Fassade ist anders, deshalb steht bei uns immer die Vor-Ort-Besichtigung am Anfang. Wir schauen uns den Untergrund genau an: Handelt es sich um WDVS, um klassischen Kalk-Zement-Putz, vielleicht um eine ältere Struktur mit vorgeschädigten Stellen? Erst danach entscheiden wir, welche Intensität die Reinigung braucht.

Der eigentliche Ablauf vor Ort:

  • Schutzmaßnahmen: Fenster, Türen, Fallrohre und umliegende Beete werden sorgfältig abgedeckt. Auch empfindliche Pflanzen decken wir ab oder binden sie zurück – das kostet ein paar Minuten mehr, spart aber Ärger.
  • Reinigung: Das von uns eingesetzte Verfahren löst Algen und Flechten zuverlässig vom Untergrund. Anschließend wird ohne nennenswerten Druck nachgespült. Der Dreck landet in Auffangsystemen, nicht im Garten oder Gully.
  • Kontrolle und Beratung: Nach Abschluss gehen wir die Fläche gemeinsam mit Ihnen durch. Wenn eine Nachbehandlung sinnvoll erscheint, um die Neubildung zu bremsen, sprechen wir das offen an – aber nur, wenn es wirklich Mehrwert bringt, nicht als Standard-Upselling.

Für welche Häuser sich das besonders lohnt

Die schonende Reinigung ist kein Allheilmittel für jeden Fleck, aber für viele typische Problemlagen genau das Richtige:

  • Wohnhäuser mit WDVS-Fassade, bei denen Hochdruck tabu ist
  • Altbauten mit empfindlichem Putz, der nicht mehr der Jüngste ist
  • Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit – etwa in Waldnähe, an Bachläufen oder in Senken
  • Eigentümer, die Wert auf Langlebigkeit legen und nicht alle zwei Jahre wieder ranwollen

Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Untergrund dafür geeignet ist: Fragen kostet nichts. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn eine andere Herangehensweise sinnvoller wäre.

Ein Auftrag, der mir im Kopf geblieben ist

Ein Einfamilienhaus von 1994, Nordseite komplett veralgt, dazu die Westwand unter einem großen Ahorn – grün von unten bis zum Dachüberstand. Der Eigentümer hatte es im Jahr zuvor mit einem geliehenen Hochdruckreiniger versucht. Die Algen kamen nach wenigen Monaten wieder, und diesmal blätterte stellenweise der Oberputz ab.

Wir haben die betroffenen Flächen in zwei Durchgängen gereinigt, komplett ohne Hochdruck. Die umliegenden Staudenbeete und der frisch verlegte Terrassenbelag blieben durch unsere Abdeckung unberührt. Zwei Tage später war die Fassade wieder so, wie sie sein sollte: sauber, intakt, kein einziger neuer Riss. Der Eigentümer meinte beim Abnahmetermin: „Hätte ich das mal gleich so machen lassen.“

Nordseite nach der ReinigungGrünbelag an der Nordseite vor der ReinigungVORHERNACHHER

Fragen, die uns oft gestellt werden

Muss ich das alle paar Jahre wiederholen?

Kommt auf die Lage an. An schattigen, feuchten Stellen kann eine erneute Reinigung nach vier bis fünf Jahren anstehen. Bei freistehenden, gut belüfteten Fassaden sind die Intervalle oft deutlich länger. Wir geben Ihnen nach der Besichtigung eine realistische Einschätzung.

Kann ich den Algenbelag nicht einfach selbst mit Hausmitteln angehen?

Essig, Bürste, Spüli-Mix – kurzfristig mag das optisch was bringen. Aber die Wurzeln der Algen bleiben meist im Putz, und aggressive Mittel können die Oberfläche zusätzlich angreifen. Der nächste Regen, und alles geht von vorne los. Unser Verfahren entfernt den Bewuchs gründlicher und vor allem materialschonender.

Ist das auch für mein WDVS sicher?

Ja, weil wir ohne Hochdruck arbeiten. Es dringt kein Wasser hinter die Dämmung, die Armierungsschicht bleibt unversehrt. Das ist der zentrale Unterschied zum herkömmlichen Abspritzen.

Wohin verschwindet der gelöste Algenbelag?

Der wird aufgefangen und ordnungsgemäß entsorgt. Nichts sickert ins Erdreich oder läuft in die Kanalisation. Gehört für uns zum sauberen Arbeiten dazu.

Macht eine vorbeugende Behandlung Sinn?

In manchen Fällen ja. Wir besprechen das mit Ihnen, wenn wir die Fassade gesehen haben. Keine Pauschalempfehlung, sondern abhängig von Lage, Untergrund und Ihren Vorstellungen.

Sie haben eine Nordfassade, die langsam grün wird, oder wollen einfach wissen, was an Ihrem Haus sinnvoll wäre? Melden Sie sich über unser Formular und vereinbaren Sie eine kostenlose Besichtigung. Wir kommen vorbei, schauen uns alles in Ruhe an und machen Ihnen ein ehrliches Angebot – ohne versteckte Haken und ganz unverbindlich.

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Wir sind viel unterwegs – und wenn wir bei Ihnen sind, nehmen wir uns Zeit für Sie. So auch hier: Schildern Sie uns kurz Ihr Anliegen über das Formular, gerne mit Foto. Wir melden uns, sobald wir ehestmöglich bei Ihnen sein können.

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