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Sinnvolle Fassadenpflege

Kleines Einmaleins der Fassadenpflege

Fassadenpflege
Pflege einer Fassade ist wichtig

Fassadenpflege ist im Prinzip ein kleines „muss“ wenn man die Lebensdauer der WDVS Fassade (Wärmedämm-verbundsystem) besonders lange erhalten möchte. Wenn erstmal starker Algenbefall auf der
Fassade vorhanden ist bedarf es des Fachbetriebes, jedoch ist die regelmäßig selbst durchgeführte Pflege oft einfacher als gedacht.

Fassadenpflege

Achtung: Bitte niemals Hochdruckreiniger für die Fassadenreinigung
verwenden!

Exponierte Bauteile

Schmutzablagerungen bei Fensterbänken, Brüstungen ond andere hevorstehenden Elementen (z.B. Lampen, Postkästen,..) verursachen oft unschöne Verlaufstellen. Hier einfach öfters feucht nachwischen.

Pflanzen an der Fassade

Sträucher, Baume oder herrliche Blumenbeete machen der Fassade ebenso zu schaffen. Schneiden sie diese regelmäßig zurück, sie sollten die Fassade nicht in Berührung kommen. Besonders längere Äste
bei Bäumen können an der Fassade kratzen und so irreparable Schäden herbeiführen, eine Fassadenpflege sollte hier häufig durchgeführt werden.

Kellerabgänge, Sockelflächen,…

Bei spritzwasserbelasteten Flächen, wie eben die Sockelbereiche des Hauses, empfiehlt es sich immer wieder mit Wasser und weicher Bürste aufkeimende Veralgung zu entfernen. Nehmen sie hierfür
keine scharfen Reinigungsprodukte, immer wieder mit harter Chemie behandelte Flächen leiden sehr darunter. Tritt der Algenbefall großflächiger auf, wird es mit einer einfachen Fassadenpflege wohl
nicht mehr auslangen finden.

Verstopfte Dachrinnen beseitigen ist auch Teil der Fassadenpflege

Achten sie auf die Dachrinne, ob diese nicht vielleicht verstopft oder stellenweise undicht ist. Auch Lochfraß kann kleine Undichtigkeiten bei der Dachrinne verursachen. Wenn sie hier laufend
Laub, Moos und sonstigen Schmutz aus der Rinne entfernen, besteht keinerlei Gefahr, dass Regenwasser die Fassadenoberfläche ungleichmäßig belastet. Das sind stets sinnvolle Vorsorgemaßnahmen.

Winter – eine harte Zeit für ihre Fassade

Achten sie bitte darauf, keinerlei Schneehaufen (z.B.: beim Räumen von Gehsteigen,..) an der Fassade anzuhäufen. Hier enthaltenes Streusalz kann die Oberfläche schwer schädigen. Auch Split kann
bei der Schneeschmelze Kratzspuren an der Oberfläche hinterlassen.

Wenn sie weitere Fragen zur Fassadenpflege haben, rufen sie uns einfach an – wir helfen gerne!

Warum veralgt eine Fassade? Die Bauphysik kurz erklärt

Grünbelag ist kein Zufall und meist auch kein Baumangel, sondern Physik. Eine verputzte Fassade strahlt in klaren Nächten Wärme an den Himmel ab und kühlt dabei unter die Temperatur der
umgebenden Luft. Sinkt sie unter den Taupunkt, schlägt sich Feuchtigkeit als Tau nieder. Bleibt die Oberfläche lange feucht, finden Algen und Pilze ideale
Bedingungen.

Gut gedämmte Fassaden (Wärmedämm-Verbundsysteme) trifft das besonders. Die dünne Putzschicht hat kaum Restwärme aus dem Haus, kühlt nachts rasch aus und trocknet langsamer ab. Ein anschauliches
Beispiel: Fassaden mit schwerer Klinker-Optik veralgen seltener, weil die massivere Oberfläche nachts langsamer auskühlt.

Überraschend für viele: Hauptsaison ist nicht der Sommer, sondern die feuchte, kühle Jahreszeit. Nicht Wärme, sondern anhaltende Feuchtigkeit ist der eigentliche Treiber des Bewuchses. Das
erklärt auch, warum Nord- und Wetterseiten fast immer zuerst betroffen sind, dort fehlt die Sonne, die die Wand am Vormittag trocknet.

Woran Sie erkennen, dass es Zeit für den Fachbetrieb ist

Nicht jede Verfärbung ist gleich. Ein reiner Algen- oder Schmutzbelag wird nach einer längeren Trockenphase optisch blasser. Bleibt eine dunkle Stelle dagegen unverändert und folgt keinem klaren
Muster nach Himmelsrichtung, steckt oft echte Durchfeuchtung dahinter, und das gehört fachlich abgeklärt.

Rufen Sie in jedem Fall einen Fachbetrieb, wenn Sie eines dieser Zeichen sehen:

• Risse, die größer werden oder immer wiederkehren

• Putz, der beim leichten Abklopfen hohl klingt

• Putz, der abplatzt oder bröckelt

• weiße, kristalline Ausblühungen auf der Oberfläche

• feuchte, dunkle Flecken, die auch nach trockenen Wochen bleiben

Solche Anzeichen deuten auf mehr als Grünbelag hin. Hier hilft kein Selbstversuch, sondern eine fachgerechte Beurteilung.

Bitte kein Hochdruck und keine Hausmittel

So verlockend die schnelle Lösung wirkt, an einer gedämmten Fassade richtet sie oft mehr Schaden als Nutzen an.

Ein Hochdruckreiniger presst Wasser in die Dämmung und lockert die Verbindung zwischen Putz und Dämmplatte. Der Belag verteilt sich als feiner
Nebel über die ganze Wand und kommt meist rasch verstärkt zurück. Deshalb bringen wir bewusst keinen Hochdruckreiniger mit, sondern reinigen im schonenden Verfahren.

Auch Hausmittel und scharfe Grünbelagentferner sind heikel. Säurehaltige Mittel greifen den Putz an, Chlor- und Metallsalz-Lösungen sind für Boden und Gewässer schädlich, und das Ablaufwasser
darf nicht ungefiltert ins Erdreich gelangen. Ein konzessionierter Fachbetrieb arbeitet mit dem richtigen Verfahren und übernimmt die fachgerechte Handhabung.

Häufige Fragen zur Fassadenpflege

Kann ich Algen an der Fassade selbst entfernen?

Als kleine Zwischenlösung hilft bei kleinen, gut erreichbaren Stellen im Sockelbereich vorsichtiges Abspülen mit Wasser und einer weichen Bürste, ganz ohne
Hochdruck
und ohne Chemie. Bei größeren Flächen, in der Höhe oder bei hartnäckigem Befall ist die fachgerechte Reinigung durch einen Fachbetrieb
der sichere Weg, denn nur so wird der Belag samt Ursache dauerhaft behandelt.

Warum ist gerade meine Nordseite betroffen?

Nord- und Wetterseiten bekommen wenig direkte Sonne und trocknen nach Regen oder Tau langsamer ab. Die länger anhaltende Feuchtigkeit ist der ideale Nährboden für Algen, deshalb zeigt sich dort
der Bewuchs fast immer zuerst.

Hilft es, die Fassade wasserabweisend zu imprägnieren?

Nur bedingt. Auf einer wasserabweisenden Oberfläche kann sich Tauwasser sammeln und langsamer abtrocknen, sodass der Bewuchs mancherorts sogar wiederkommt. Wichtiger als eine reine Imprägnierung
ist eine fachgerechte Reinigung mit anschließendem, abgestimmtem Schutz.

Wie oft sollte eine Fassade gepflegt werden?

Das hängt von Standort, Ausrichtung und Umgebung ab. Sinnvoll ist, die Fassade ein- bis zweimal im Jahr in Ruhe anzuschauen, Bewuchs an Bäumen und Sträuchern zurückzuschneiden und die Dachrinnen
frei zu halten. Kündigt sich flächiger Algenbefall an, ist es Zeit für eine professionelle Reinigung.

Reinigen oder gleich neu streichen?

Solange Putz und Anstrich intakt sind, also keine Risse, kein hohler Klang und keine Abplatzungen, genügt in aller Regel die Reinigung. Sie ist günstiger als ein Neuanstrich und erhält den Wert
des Hauses. Erst wenn der Untergrund selbst beschädigt ist, wird gestrichen, und auch dann muss vorher gereinigt werden.

Praktisch zum Ausdrucken: Unsere Fassadenpflege-Checkliste fasst die wichtigsten Vorbeugungs-Tipps und die Warnzeichen auf einer Seite zusammen. Einfach herunterladen und griffbereit halten.


Fassadenpflege-Checkliste.pdf
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